Tina Sauerländer, zu “DREAM”, 2017

In Dream (2016) collagiert und überblendet die Künstlerin Anuk Miladinović reale, selbst gedrehte Filmsequenzen, die kulturelle Nutzungsarten von Wasser zeigen: Ein Schwimmbecken, in dem Menschen ihre Bahnen im klaren Nass ziehen oder eine mit dreckigem Wasser gefüllte Schleuse, durch die Schiffe hindurch gleiten und wieder verschwinden. Wasser erinnert hier an einen sauberen Sport- oder Wellnessort genauso wie an einen verschmutzten, globalen Transportweg mit schier endlosen Containerschiffen. Der Film folgt keiner klaren Narration. Unlogische oder unrealistische Zusammenhänge rekurrieren auf eine andersartige Traumwelt, in der reale Zustände das Unterbewusste spiegeln.